Der Geisterzug

1861 wurde die Zugverbindung zwischen Lwiw und Przemyśl eröffnet – die erste in Galizien und in der Ukraine. In einigen Jahren passierten auf den Gleisen mysteriöse und seltsame Fälle. Erschrockene Vorsitzende der Eisenbahn wollten die Nachricht geheim halten, aber die Information war schon in lokalen Medien. Auf den Gleisen erschien ein mysteriöser Zug, der keine Nummer und keinen Fahrplan hatte. Der Zug kam plötzlich und wahnsinnig schnell in unerwarteten Plätzen an, mit lautem teuflischen Brüllen, und fuhr genauso plötzlich in unbekannter Richtung ab, ohne dabei andere Züge zu stoßen.

Diesen Zug konnte man weder einholen noch stoppen. Die Eisenbahnangestellten waren wütend und verzweifelt, weil die Reisenden erschrocken waren und immer weniger die Eisenbahn benutzten. Der mysteriöse Zug erschien mal auf der Strecke Stanislaw-Lwiw, mal auf der Strecke nach Wien oder Warschau.

Eines Tages erschien der Zug auch am lwiwer Bahnhof. Die Leute warteten auf den Zug aus Wien. Man konnte schon die Gesichter der Passagiere sehen, als plötzlich aus einer anderen Richtung der Geisterzug mit rasender Geschwindigkeit gegenüber dem Wiener Zug erschien. Alle Leute waren wahnsinnig erschrocken, weil sie die Hexengesichter aus den Fenstern des Geisterzuges sehen konnten. Aber statt dem Frontalzusammenstoß, ist der Zug blitzschnell durch alle Wagen des Zuges Wien-Lwiw durchgerast und ist verschwunden.

Noch einige Monate hat der Zug die Eisenbahnangestellten und die Passagiere erschrocken und ist einmal genauso plötzlich verschwunden.