Vorschlag zur Tagesplanung

Die Beschreibung der einzelnen Objekte ist in schwarzer Schrift.
Museen sind in grüner Schrift verzeichnet.

Tag 1. Mittelalterliche Stadt

   1. Denkmal dem König Danylo Halytskyj (Halytska Platz).
Das Denkmal dem König Danylo Halytskyj, dem Gründer der Stadt, wurde 2001 enthüllt. Geboren wurde Danylo Halytsyj 1201 als Sohn des Fürsten Roman Mstyslawowytsch aus dem galizischen Geschlecht der Rurikiden. Als er Fürst in Halytsch war, musste er die Überfälle der Mongolen und Tataren abwehren, das Land vor Feinden aus dem Westen verteidigen und die inneren Streitigkeiten bekämpfen. Ausserdem baute Danylo Halytskyj Städte und unterstütze die Entwicklung der Handwerke. 1254 erhielt er von der päpstlichen Kurie den königlichen Titel. Die erste schriftliche Erinnerung an Lwiw wird 1256 datiert – dieses Datum gilt als das Gründungsjahr der Stadt.


   2. Bernhardiner Kirche und Kloster (Soborna Platz, 3a)
Die ehemaligen Bernhardiner Kirche und Kloster (heute Kirche des Hl. Andriy (UGKK) wurden 1460 aus Holz errichtet. Nach mehrmaligen Bränden um 1600 wurden die Bauten in Stein wiederhergestellt. Die Fassade der Kirche ist mit Wappen von Polen und Litauen geschmückt. Das Kloster hatte massive Fortifikationswände, da es der äussere Vorposten von Lwiw war. Bis heute ist der östliche Teil der Befestigungsmauer mit dem Hlyniansky Turm erhalten geblieben. 1784 wurde im Kloster das Archiv alter Akten angelegt, das heute als eines der größten in Europa gilt.


  3. Der Hlyniansky Turm (Vynnychenka Strasse, 3)
Im Mittelalter hatte die Stadt, wie üblich, eine Befestigungsmauer. Uns erreichte nur ein Teil mit dem Hlyniansky Turm. Der Weg von diesem Turm führte in die Stadt Hlyniany, als auch nach Kyiw und in die Türkei. Von dieser Seite wurde die Stadt am öftesten überfallen, darum wurde sie auch am besten befestigt. 1672, während der Belagerung von Lwiw durch die türkische Armee, wollten die Feinde durch einen unterirdischen Tunnel in die Stadt gelangen. Doch in dieser Zeit war ein Gewitter und der Tunnel brach zusammen und die Belagerung wurde unterbrochen. Heute befindet sich an diesem Platz eine Unterführung.

   Johann Pinsel-Museum (Mytna Platz, 2)
Das Museum befindet sich in einem architektonischen Denkmal - dem ehemaligen Klarissen Kloster, das 1605-07 nach den Plänen des Architekten Pavlo Rymliynyn gebaut wurde. Die Werke des bekannten lwiwer Bildhauers Johann Georg Pinsel ist in der Exposition des Museums (32 Kunststücke) vorgestellt. Nach seiner Herkunft und der europäischen Ausbildung wirkte der Bildhauer unter Einfluss der östlich-byzantinischen Kunst und hinterliess einige der besten Kunststücke, die in Europa im 18.Jahrhundert geschaffen wurden. Er gründete die lwiwer Barockschule der Skulptur, die etwa vierzig Schüler absolvierten.  Ein Teil der Exposition wurde im Winter 2012/13 in Louvre (Frankreich) ausgestellt.


   Waffenmuseum „Arsenal“ (Pidvalna Strasse, 5)
Für eine bessere Verteidigung benötigte die Stadt Lager für Waffen und Lebensmittel. Die erste Rüstkammer wurde 1430 errichtet. Das heutige Gebäude entstand 1574-76 auf Kosten der Stadt, darum erhielt es auch den Namen –„Städtisches Arsenal“. Seit 1981 befindet sich hier das Waffenmuseum - eines der wenigsten in der Ukraine.



   4. Das jüdische Viertel (Staroievreiska Strasse)
Hinter der Rüstkammer wohnte die jüdische Gemeinde. Zentrum des Viertels war eine Synagoge, die zwischen 1555 und 1798 tätig war. 1580 erwarb der Vorsteher der jüdischen Gemeinde, Isaak Nachmanowytsch, von der Stadt  einen großen Platz und baute sein Haus und die Familiensynagoge, die er „Goldene Tore“ nannte. Später wurde sie in „Goldene Rose“ umbenannt,  zu Ehren der Schwiegertochter von Nachmanowytsch. Beide Synagogen wurden im II. Weltkrieg zerstört. Erhalten geblieben ist nur die nördliche Wand der „Goldenen Rose“, die demnächst restauriert wird.

Museum der jüdischen Kultur (Staroievreiska Strasse, 36)
Die Exposition des „Museums für  jüdische Kultur“ berichtet über die Geschichte der jüdischen Gemeinde in Galizien und Lwiw: Teilnahme der Juden in politischen und städtischen Ämtern, Tätigkeit der wissenschaftlichen, kulturellen, bildenden, wohltätigen Gesellschaften, Synagogen und das religiöse Leben der Gemeinde, bekannte Persönlichkeiten, Alltagsleben.
 

   5. Mariä-Himmelfahrt-Kirche (Ruska Strasse)
Die Mariä-Himmelfahrt-Kirche gründete Mitte des 16. Jahrhunderts eine gleichnamige Bruderschaft, die 1585 den Status der Stauropegie erhielt, der die Unabhängigkeit von der kirchlichen Hierarchie bedeutete.  Ziel der Bruderschaft war bildende Tätigkeit und Schutz der Rechte der Ruthenen (Ukrainer) der Stadt. Sie unterhielt eine eigene Schule und Druckerei. Der Komplex der Mariä-Himmelfahrt-Kirche besteht aus der Kirche selbst, der Kapelle der Drei Heiligen und des Korniakt-Turmes und wurde in den 70-er Jahren des 16. Jahrhunderts errichtet, obwohl die ältesten Angaben dazu aus 1421 stammen.




   6. Der Pulverturm (Pidvalna Strasse, 4)
Das einzigste Fragment, das von dem äusseren Befestigungssystem der Stadt erhalten geblieben ist, ist der Pulverturm, der 1554-56 errichtet  wurde. Hier wurden Waffen und Pulver aufbewahrt, in friedlichen Zeiten – Korn. Seit 1956 befindet sich hier das Haus des Architekten.





   7. Das Königliche Arsenal (Rüsthaus)
Das Königliche Rüsthaus, wie auch das städtische, wurde an die Befestigungsmauer 1646 anstelle eines alten Gebäudes aus dem 16. Jahrhunderts angebaut. Hier ist gut zu sehen, wie die innere Seite der Fortifikationen verliefen – am Platz vor der Mariä-Himmelfahrt-Kirche wurde ein Teil der Befestigungsmauer freigelegt, die ursprünglich in zwei Reihen verliefen mit einem Graben mit Wasser dazwischen. Auf dem Platz vor dem Königlichen Arsenal befindet sich das Denkmal dem Drucker Iwan Fedorow, der einige Zeit in der Druckerei der Stauropegischen Bruderschaft arbeitete. Seine bekanntesten Bücher „Apostel“ und „Fibel“ befinden sich in einigen Museen der Welt.

    8. Das Nikifor-Drowniak-Denkmal (Muzeina Platz)
Nikifor Drowniak, ein bekannter ukrainischer Maler „primitiver“ Bilder, stammte aus dem Dorf Krynica in der Lemkowina (heute Teil von Polen). Er hatte keine Ausbildung erhalten,  denn seine Mutter war taub und arm. Es selbst war sprachbehindert, doch durch seine Malerei wurde er in Kunstkreisen vieler Länder bekannt. Mit diesem Denkmal erschien auch eine neue touristische Tradition in Lwiw: wenn Sie möchten, dass ihre Wünsche in Erfüllung gehen, müssen sie die Nase oder den Finger des „lustigen Malers“ berühren.





   9. Die Dominikanerkirche (Muzeina Platz, 1)
Das ehemalige Kloster Corpus Christi des Dominikanerordens (heute Kirche der Hl. Eucharistie (UGGK) wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet, als Konstanze, die Gemahlin des Fürsten Lew, die Dominikaner nach Lwiw einlud. Mit dem Kloster sind viele interessanten Geschichten verbunden. Mitte des 18. Jahrhunderts wurden die alten Bauten des Klosters abgerissen und moderne im Barockstil errichtet, die uns bis heute erreicht haben.


Das Museum für Geschichte der Religion (Muzeina Platz, 1)
Das Museum befindet sich im Gebäude des ehemaligen Dominikanerklosters. Die Exposition erzählt über die Entstehung verschiedener Religionen von alten Zeiten bis in die Gegenwart. Hier haben Sie auch die Möglichkeit die Keller des Klosters mit einer Gästeführung zu besuchen oder ein Orgelkonzert zu geniessen.


Das Apothekenmuseum (Stavropihijska Strasse, 1)
Das Apothekenmuseum ist die älteste Apotheke in Lwiw, die seit 1735 ununterbrochen arbeitet. Ende des 19. Jahrhunderts wurde die Apotheke „Unter dem schwarzen Adler“ staatlich und bediente, ausser den Bewohnern, auch staatliche Einrichtungen und Militäreinheiten. Heute befindet sich hier neben der Apotheke ein Museum, das über die Geschichte der Apotheken in Galizien berichtet.


   10. Rynok Platz
Nach der Eroberung von Lwiw durch den polnischen König Kasimir III. 1349 wurde das Zentrum der Stadt auf den heutigen Rynok Platz übertragen. Die Bebauung wurde nach den Regeln des Magdeburger Rechtes von deutschen Baumeistern vollzogen. Im Zentrum des Platzes befanden sich die Stadtverwaltung, das Gericht und die Handelskammer.  Auf dem Platz befand sich bis 1944 ein Markt. Jedes Haus hat nicht nur ein eigenes architektonisches Gesicht, sondern auch eine eigene Geschichte und Farbe, die „lwiwer Polychromie“ genannt wurde. Seit 1793 befinden sich auf diesem Platz vier Brunnen mit Skulpturen der antiken Götter. Seit 1998 wurden alle Gebäude dieses Platzes Teil des städtischen Areals, das in die UNESCO Welterbeliste aufgenommen wurde.

Das historische Museum
Das Lwiwer historische Museum ist eines der ältesten in der Ukraine, es befindet sich in drei Gebäuden am Rynok Platz (Nr. 4, 6, 24). In seinen Fonds befinden sich mehr als 270 Tausend Kunststücke. Seine Exposition erzählt über die Geschichte der Stadt und Galizien von alten Zeiten bis in die Gegenwart.



  11. Rathaus (Rynok Platz, 1)
Das lwiwer Rathaus wurde 1356 errichtet als obligatorischer Bestandteil der Bebauung nach dem Magdeburger Recht. Das Gebäude wurde mehrmals zerstört, das heutige Gebäude stammt aus 1851. Der Turm ist 65 Meter hoch und dient heute als Aussichtsplattform. Im Gebäude selbst befindet sich die Lwiwer Stadtverwaltung.




  12. Die Lateinische Kathedrale (Katedralna Platz, 1)
Die Mariä-Himmelfahrt-Kathedrale befindet sich direkt neben dem Rynok Platz. Der Bau dauerte einige Jahrhunderte und weist Elemente verschiedener Stile auf: der Gotik (1350) über Renaissance, Barock, Klassizismus bis zur Sezession. In der Kathedrale befindet sich die Kopie der Wunderikone der Heiligen Gottesmutter aus Częstochowa.




   13. Die Boim-Kapelle (Katedralna Platz)
Eine der erhalten gebliebenen Kapellen an der Kathedrale ist die Boim-Kapelle, die auch als Gebetshaus der Familie errichtet wurde. Sie wurde 1609 im Auftrag von Georg Boim angelegt. Er war ungarischer Herkunft,  zog nach Lwiw um und erhielt hier die städtische Bürgerschaft. Eine Zeit lang war er Bürgermeister der Stadt. Die Kuppel der Kapelle krönt die Skulptur des trauernden Christus im Garten von Getsemani. Unter der Kuppel befindet sich eine Aufschrift: „Wanderer, bleib stehen und denke nach, ist deine Trauer trauriger als die meine“.


  14. Die ehemalige Jesuitenkirche (Teatralna Strasse, 11)
Die Jesuitenmönche kamen nach Lwiw Anfang des 17. Jahrhunderts und begannen den Bau der Kirche 1610 im Barockstil. Die Inneneinrichtung ist reich an Malerei, Fresken und Kunstgegenständen aus den 18.-19. Jahrhunderten. Der Orden gründete 1661 ein Kollegium, dessen Status später zur Universität erhoben wurde (befand sich im Gebäude nebenan). Seit 1946 wurde die Kirche als Lager verwendet und erst im Dezember 2011 ist das kirchliche Leben wieder eingezogen. Heute ist es die Kirche der Hl. Peter und Paul (UGGK).



   15. Armenische Kirche (Eingang von der Krakivska Strasse)
Die Armenier kamen nach Lwiw im 14. Jahrhundert. Sie betrieben Handel und waren gute Handwerker. Sie erhielten Boden für ihr Viertel und wollten es nach Vorbild ihrer Heimat bebauen. 1356-63 wurde die Kirche Mariä-Himmelfahrt errichtet, nach Muster der Hauptkirche in der damaligen Hauptstadt von Grossarmenien Ani. 1437 wurden Gewölbe und Arkaden dazugebaut, die uns bis heute erreicht haben. Bei der Inneneinrichtung der Kathedrale wurden armenische Motive, als auch Fresken im Stil der altukrainischen Malerei  der 14.-15. Jahrhunderte verwendet.

  Galerie „Zelena kanapa“ (Virmenska Strasse, 7)
  

   16. Kirche  Verklärung des Herrn (Krakivska Strasse, 21)
Die Kirche wurde 1875 anstelle der sich ursprünglich hier befindenden, während der Revolution 1848  zerstörten Kirche der Dreieinigkeit, errichtet. Die Weihung der neuen Kirche wurde am 29 April 1906 vollzogen – mehr als 30 Jahre nach Anfang des Baus.
 
 
  Der Künstlermarkt „Vernissage“ (Teatralna Strasse, 23a).
 
Hier findet man verschiedene Kleinigkeiten als Andenken an den Spaziergang durch Lwiw.



   17. Das M. Zankovetska-Theater (Lesi Ukrainky Strasse, 1)
Errichtet wurde das ursprünglich Skarbek-Theater 1837-42 auf Boden und Kosten des Grafen Skarbek im Stil des Wiener Klassizismus. Es war das größte Theater zu der Zeit in Europa. Der Zuschauersaal wurde für 1460 Besucher projektiert. Hier traten Ferenc Liszt und Mykola Lysenko auf. Die heutige Inneneinrichtung entstand 1940-41 nach der Renovierung des Hauses und bleibt bis heute unverändert.




Tag 2.

  18. Die Lwiwer Oper (Svobody Prospekt, 28)
Das Opernhaus, errichtet 1900-03 im Stil der Neorenaissance, ist heute ein besonderes Symbol der Stadt. Die Beschreibung der Inneneinrichtung der Oper kann auf dieser Web-Seite in der Rubrik „Touren“ heruntergeladen werden.





Nationales Museum (Svobody Prospekt, 20)
Eines der bekanntesten Museen in der Ukraine zählt über 140 Tausend Kunstwerke. Die Sammlung wurde 1905 als Privatkollektion des Metropoliten Andrej Scheptytsky gegründet. Im Gebäude, errichtet 1904 nach Plänen von L. Markoni und Y. Janowski, befindet sich heute die Exposition der ukrainischen Kunst des 19. Jahrhunderts. Besonderer Stolz obliegt der umfangreichen Sammlung der mittelalterlichen sakralen Kunst der 15.-18. Jahrhunderte: Ikonen, Altdrucke, dekorative Schnitzerei, etc.

Museum für Ethnographie und Kunstgewerbe (Svobody Prospekt, 15)
Das Museum besitzt, unter anderem, eine zahlreiche Sammlung an ukrainischen Trachten der 19.- Anfang des 20. Jahrhunderts aus verschiedenen Regionen der Ukraine. Ausserdem finden Sie hier die Ausstellungen alter Uhren, Möbel und Porzellan.


  19. Das Taras Schewtschenko-Denkmal
Das Denkmal ist dem ukrainischen Dichter und Künstler Taras Schewtschenko  gewidmet.  Die Welle hinter der Skulptur des Dichters stellt die wichtigsten Perioden der ukrainischen Geschichte von Fürstenzeiten bis ins 20. Jahrhundert dar.





  20. Lwiwer Nationale Universität Namens Iwan Franko
   (Universytetska Strasse, 1)

Die Universität ist eine der ältesten in Osteuropa und die älteste in der Ukraine. Sie wurde aufgrund des Jesuitenkollegiums 1661 gegründet. 1773 musste der Orden der Jesuiten die Stadt verlassen, die Universität wurde geschlossen. 1784 hat die Universität den Unterricht wieder aufgenommen. 1817 bekam die Universität den Namen von Kaiser Franz I. Seit 1923 befindet sich die Universität im Gebäude des ehemaligen Landtages von Galizien.



  21. Der I. Franko-Park
   (auch als Kostiuschko-Park bekannt, gegenüber der Universität)

Der Park ist über vierhundert Jahre alt, er ist der älteste in Lwiw und einer der ältesten städtischen Parks in Europa. Früher waren hier städtische Weiden, bis der Boden von dem Italiener Antonio Massari, dem Botschafter der Venezianischen Republik,  erworben und nach italienischer Art geordnet wurde.  Anfang des 19. Jahrhunderts plante ihn der neue Besitzer, Johann Hecht, um und richtete hier ein Freizeitgelände für Einwohner der Stadt ein. Von dieser Zeit erreichte uns eine Rotunde. Seit 1855 gehört der Park der Stadt.


Das Olena Kultschytska-Museum  (Lystopadovoho Chynu Strasse, 7).
Olena Kultschytska (1877-1967), eine ukrainische Künstlerin, die für ihre Werke in verschiedenen Techniken bekannt ist. Ihre Malerei, Grafik, sakrale Kunst, Volkskunst, Möbeldesign ist im Museum vertreten, das sich in der ehemaligen Werkstatt der Künstlerin befindet.

Das Olexa-Nowakiwski-Museum (Lystopadovoho chynu Strasse, 11).
Das Haus wurde 1911 von dem Metropoliten Andrej Scheptytsyj zwecks Einrichtung eines Museums erworben. 1913 wurde das Gebäude an den ukrainischen Künstler, Vertreter des krakauer Postimpressionismus, Oleksa Nowakiwski (1872-1935)  übergeben, der hier bis zu seinem Tode lebte. Im Haus befand sich die Kunstschule von O. Nowakiwski. Heute befindet sich in der Wohnung das Museum des Künstlers.

Das Leopold-Lewytski- Museum (Ustyianovycha Strasse, 10)
Leopold Lewytski (1906-1973) gilt als Gründer der avantgardistischen Richtung der Malerei in Galizien. Seine Malerei und die grafischen Arbeiten befinden sich in vielen Sammlungen von Europa. Er ist auch als „Vater“ der Traditionen der lwiwer Schule der Grafik des 20. Jahr-hunderts bekannt.

Das Salome-Kruschelnytska- Museum (S. Kruschelnytska Strasse, 23)
Salome Kruschelnytska (1872-1952) debütierte am 15. April 1983 in der Lwiwer Oper, trat später in Krakau und in Odessa auf. 1904 sang sie die Titelrolle von Giacomo Puccinis „Madame Butterfly“ in Brescia. 1920, als weltbekannte Opernsängerin unterbrach sie ihre Opernauftritte und widmete sich den Solodarbietungen. Heute befindet sich in ihrem Haus ein Museum.

     22. Die Hl. Georg-Kathedrale (Hl. Jura Platz, 5)
Die Hl. Georg-Kathedrale ist Sitz des Lwiwer Erzbistums der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche. Errichtet 1744-61 nach Plänen des Architekten Bernard Meretyn ist es heute das hervorragendste Beispiel für den Barockstil in Lwiw. Das Attikus krönt die Skulpturenkomposition „Georg der Drachentöter“ von J.G.Pinsel. Die Beschreibung der Kathedrale kann in der Rubrik „Touren“ heruntergeladen werden.





   23. Lwiwer Nationale Universität „Lwiwer Polytechnikum“
   (S. Bandery Strasse, 12)

Die Lwiwer Nationale Universität „Lwiwer Polytechnikum“ ist die älteste Hochschule diesen Typs in der Ukraine und Osteuropa, gegründet 1844 als technische Akademie. Das Gebäude wurde 1873-77 nach Plänen des Architekten Julian Zachariewecz im Stil Eklektik mit Motiven  des Neoklassizismus und der späten italienischer Neorenaissance errichtet.




   24. Das Lwiwer Haus für Orgel-und Kammermusik
   (S. Bandery Strasse, 8)

Das Lwiwer Haus für Orgel-und Kammermusik befindet sich in der Kirche der Hl. Maria Magdalena, die 1600-12 im Auftrag des Dominikanerordens nach Plänen der Architekten     A. Kelar und M. Hodny errichtet wurde. Das gegenwärtige Aussehen erhielt die Kirche 1870, indem der Renaissancebau durch Elemente des Barock vervollkommnet wurde. 1932 wurde in der Kirche eine Orgel der Firma „Rieger-Kloss“, hergestellt in Tschechien, aufgebaut. Heute gilt sie als die grösste in der Ukraine.



Nationales Museum „Gefängnis in der Lontskoho Strasse“ (S. Bandery Strasse, 1, Eingang von der Briullova Strasse)
Ein ehemaliges Gefängnis in Lwiw, das im 20. Jahrhundert von polnischen, nazistischen und sowjetischen Mächten verwendet wurde, beherbergt seit 2009 das Nationale Museum –Memorial der Opfer der Okkupationsregime. Der erste Teil der Exposition berichtet zu drei Themen: Geschichte der Einrichtung, der Alltag der Gefangenen, Massenrepressionen im Juni 1941. Die Exposition befindet sich im Erdgeschoss.

    25. Der Sapieha – Palast (Kopernyka Strasse, 40a)
Der Sapieha – Palast ist ein Familiennest des alten Geschlechts der litauisch- ruthenischen Fürsten. Das Gebäude wurde im Stil des französischen Barocks des 17. Jahrhunderts erbaut, fertiggestellt 1868. Die Zeitgenossen nannten den Palast von Adam Sapieha  „Wunderkästchen“, denn der kleine kompakte Neobarockpalast kostete fast dieselbe Summe, wie der prächtige Potozky Palast. Heute befindet sich hier die Gesellschaft für Denkmalschutz.



   26. Galerie der Künste (Stefanyka Strasse, 3)
Die Lwiwer Galerie der Künste ist eines der größten Kunstmuseen mit einzigarten Werken der Malerei, Skulptur, Grafik der europäischen Länder vom Mittelalter bis in die Gegenwart.





    27. Der Potozky – Palast (Kopernyka Strasse, 15)
Der Potozky – Palast wurde 1880 im Stil der französischen Renaissance erbaut. Projektiert wurde er durch den französischen Architekten Lui d‘Overniu auf Bestellung des Vertreters des Königreiches Galizien und Lodomerien, des Grafen Alfred II Joseph Potozky (1817- 1889).   Im Erdgeschoss befindet sich eine Kapelle mit der Wunderikone der Lwiwer Gottesmutter (15. Jahrhundert). Die Exposition der Lwiwer Kunstgalerie befindet sich im ersten Stock. Die europäische Kunst der 15. – 18. Jahrhunderte ist durch die besten Werke der Sammlung vertreten: die ukrainische Ikone des 15. Jahrhunderts „Hl. Paraskeva“, den Gemälden von М. Basaiti, J. Zucci, S. Ricci, J.-Е. Liotard, F. de Goya.

   28. Das Adam Mickiewicz – Denkmal (A. Mickiewicz-Platz)
Das Denkmal dem polnischen Dichter wurde 1904 nach Entwurf des Bildhauers Antoni Popiel errichtet. Auf einer Säule aus Granit – die Skulpturengruppe „Inspiration“: ein geflügeltes Genie reicht dem Dichter eine Lyre.






   29. M. Hruschevski-Denkmal (Shevchenka Prospekt)
Das Denkmal dem Professor der Geschichte, dem ukrainischen Politiker und Publizist, dem Vorsitzenden des Zentralen Rates der Ukrainischen Volksrepublik (1917-1918).







   30. Stryjski Park (Parkova Strasse)
Der Stryjski Park ist einer der schönsten und der älteste Park der Ukraine. Angelegt wurde er 1876-77 von dem Meister der Garten-und Parkkunst Arnold Röhring auf 52 ha mit über 200 seltenen Baum- und Pflanzenarten.  Heute befinden sich hier Gebäude der Universität „Lwiwer Polytechnikum“, die Lwiwer Handelskammer, drei Restaurants und Kinderspielplätze.
 


Tag 3.

   31. Das Museum „Lytschakiw Friedhof“
   (Mechnikova Strasse, 33)

Lwiw wird oft als Museum unter offenem Himmel genannt. Aber die Bekanntschaft mit diesem Museum wäre nicht vollständig, wenn man den Lytschakiw Friedhof mit seiner einzigartigen Sammlung von Grabskulpturen umgehen würde. Das ist eine Schule der Schönheit, Kunst und Weisheit, mit einer ewigen Pilgerschaft. Hier sind Werke bekannter Bildhauer vertreten: H. Witwer, A. Schimser, S.Kurchynski.





   32. Museum für Volksarchitektur und Bräuche (Chernecha Hora, 1)
Im Museum sind Mikrodörfer mit 15-20 architektonischen Objekten nachgebildet. In Wohn-und Wirtschaftsgebäuden sind Gegenstände des Alltags, Werkzeuge, Möbel und Trachten ausgestellt, die das realistische Leben der Ukrainer der 18.-19. Jahrhunderte darstellen.






    33. Der Park „Hoher Schlossberg“ (Zamkova Strasse)
Der Park „Hoher Schlossberg“ befindet sich auf dem Fürstenberg und ist eines der Lieblingsplätze für Spaziergänge der Bewohner der Stadt. Mit diesem Berg ist auch die erste schriftliche Erinnerung über Lwiw 1256 verbunden. Der Park hat einige Terrassen und eine Aussichtsplattform mit dem Blick über die ganze Stadt.










   34. Lwiw zu Fürstenzeiten (Staryj Rynok Platz)
Dies ist ein Platz, an dem die Stadt zu Fürstenzeiten entstand. Zu den ältesten Bauten, die teilweise umgebaut wurden gehören:  die Kirche Maria Schnee (14.Jh.), die Kirche Johannes des Täufers, in der sich auch das Museum der alten Denkmäler von Lwiw befindet, die Kirche des Hl. Nikolaus, die ehemalige Fürstenkirche, die Kirche und Kloster des Hl. Onuphrius, als auch die Kirche der Hl. Paraskewa (Freitag).





   35. Das Museum zur Braugeschichte von Lwiw (Kleparivska Str., 18)
Das erste Museum für Braugeschichte in der Ukraine erzählt über die Geschichte dieses Getränks, die Produktion und Kultur der Konsumierung. Hier können Sie gutes lwiwer Bier probieren und im „Bierhaus von Robert Doms“ einen schönen Abend verbringen.









Falls Sie Ihre Kenntnisse zur lwiwer Geschichte erweitern möchten, empfehlen wir Ihnen auf unserer Web-Seite auch die Rubrik „Touren“ mit fertigen Stadtspaziergängen.